




In Zeiten, in denen in anderen Städten Theater geschlossen wurden, baute Lübbenau eins!
Matthias Härtig, bis 2021 Geschäftsführer der Bunten Bühne Lübbenau, erinnert sich noch gut an die Anfänge: „An einem grauen Tag Anfang 2007 stolpern fünf Menschen durch die Geländebrache am ehemaligen Bahnbetriebswerk Lübbenau. Der Anführer, Peter Lippold, leitete damals das Kulturamt der Stadt und erzählte vom Plan, im einstigen Schmierstofflager eine Kleinkunstbühne aufzubauen.“
Die Stadtoberen Lübbenaus sahen nach der Jahrtausendwende Potenzial in den zum Verkauf stehenden Bahnimmobilien, besonders des ehemaligen Bahnbetriebswerkes. Viele Lübbenauer fanden dort einst ihre Arbeit. Glücklicherweise setzten sich im Stadtparlament die Visionäre durch, sonst säe es im Bahnhofsumfeld wohl so aus, wie in manchen Nachbarorten, mit den dort vor sich hin rottenden Bahnhofsgebäuden. Um 2005 war von Gleis 3, Kulturhof und Bunte Bühne zwar noch keine Rede, aber es gab Pläne für eine Kleinkunstbühne – nun galt es Leben in diese Vision zu tragen.
Der Zufall sollte helfen: Der „SachsenDryer“, bestehend aus Sylvia Burza, Matthias Härtig und Matthias Greupner, zog damals von Bühne zu Bühne durch die Region. Annerose Krause, eine Lübbenauerin und damals am Theater Cottbus tätig, vermittelte das Trio zur Jahresabschlussveranstaltung 2006 ins Lübbenauer Rathaus.
Matthias Greupner erinnert sich: „Das war ein Glücksfall für uns, die Stadt und für die Region! Wir kamen ins Gespräch mit Peter Lippold, er zeigte uns sogleich die schon fertigen Pläne für eine Kleinkunstbühne. Da ein passender Betreiber gesucht wurde, haben wir uns unter der Federführung von Matthias Härtig mit einem Konzept beworben.“
Sylvia Burza: „Wir waren quasi in eine offene Tür gelaufen und legten bald dieses umfangreiche Konzept vor, mit sehr ehrlichen Zahlen, die zeigten, was solch ein kleiner Kulturbetrieb auch zukünftig der Stadt kosten würde. Wir erfuhren später, dass das Konzept heftig diskutiert, aber letztlich genehmigt wurde. Als es 2011 tatsächlich zu Bauarbeiten kam, bin ich oft vor Ort gewesen und habe mir das Voranschreiten ungläubig angesehen. Aus dem ehemaligen Schmierstofflager entstand ein Schmuckstück, nur für uns. Wir freuten uns auf ‚unser‘ Theater! Und am 11.11.2011 ging für uns der Vorhang hoch!“
Jan Schönberg ist seit 2022 der neue künstlerische Leiter. „Ich sehe mich in der Pflicht das fortzusetzen, was die „SachsenDryer“ einst auf die Beine stellten und erfolgreich machte“, sagt der gebürtige Finsterwalder mit Bühnenerfahrung in Senftenberg und anderen Orten. Für ihn sind das die bewährten Säulen Frauentag, Sommertheater, Weihnachtskrimi und Kinderweihnachten.
Premiere der Kriminalkomödie von Matthias Härtig „Leiche im Keller“ am 28.11.26 um 19:30 Uhr!
Probenfotos:





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