Der Sommer 2026 ist in vielerlei Sicht ziemlich außergewöhnlich: Die hohen Temperaturen und die anhaltende Trockenheit wirken sich auch auf die Tier- und Pflanzenwelt aus, was sich im Auftreten eher seltener Arten manifestiert. Hinzu kommen noch die scheinbar weniger sichtbaren Auswirkungen, etwa auf Fische in viel zu warmen und somit sauerstoffarmen Gewässern.
Erstmals wurde im Auguste 2026 -jedenfalls von mir – in den Stradower Teichen ein Seidenreiher gesichtet. Dieser Reiher ist wesentlich kleiner als Grau- und Silberreiher und lebt normalerweise in Südeuropa, größere Vorkommen sind aus Ungarn bekannt. Ihm wird wegen seines weißen Gefieders mit der langen Kopffeder „Reinheit und Glück“ nachgesagt – was dem kleinen Reiher fast das Ende seiner Population bedeutet hätte. Die „Damen von Welt“ schmückten sich einst in der vorletzten Jahrhundertwende mit seinen Federn an Hut und Dekolleté.






Ein weiterer „Exot“ ist der Schwarzstorch. Er war einst ein Brutvogel im Spreewald, aber seit über zehn Jahren wurden keine Bruten mehr beobachtet. Umso mehr verwundert es, wenn jährlich im August dennoch einige Exemplare auftauchen. Vermutlich sind es Tiere, die beim Zug nach Süden hier Rast machen und sich stärken. Der scheue Waldvogel ernährt sich zumeist von Fischen, die im Hochsommer in den flachen Teichen leichter zu erbeuten sind. Flügelschwingend und durchs Wasser springend, treibt er seine Beute zusammen. In diesem Sommer wurden zehn Störche gleichzeitig beim Fischen beobachtet.






©Fotos: Peter Becker
-wird noch ergänzt
Peter Becker, 11.08.26
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