




Im Kontext des 90-jährigen Jubiläums des Leiper Weges, der dem Inseldorf Leipe eine Landverbindung bescherte, regte Marlene Jedro an, die Informationstafeln auf einer Teilstrecke zu erneuern. Diese wiesen bisher auf die Flora und Fauna des Spreewalds hin, sind aber nicht mehr ansehnlich, auch weil sie durch den Stickerwahn einiger sogenannter Fußballfans zugepflastert wurden. Alexander Hoschke von der Naturwacht war vor 10 Jahren im Bundesfreiwilligendienst und hatte bei der Erstbeschilderung mitgewirkt. Gemeinsam mit der Biosphärenreservatsverwaltung wurden erneut 25 Schilder auf dem Rundweg Lübbenau – Lehde – Lübbenau, darunter eine Teilstrecke nach Leipe, angebracht. Sie zeigen in Zeichnungen von Ines Heinrich Pflanzen und Tiere am Wegesrand mit entsprechenden Informationen. Alexander Hoschke: „Wir sehen dies als Beitrag zur Umweltbildung und hoffen auf eine lange Lebensdauer der Schilder!“ Er übergab symbolisch eines der Schilder an den Lehder Carsten Domschke. Ideengeberin Marlene Jedro erschien zur Übergabe mit einem Korb voller Ostereier. „Anderswo wird mit Sekt bei solchen Anlässen angestoßen, wir Spreewälder tun dies in dieser Zeit mit Ostereiern“, erklärte sie, und gemeinsam ging es ans Klopfen gegen Bäume und Schilderpfähle. Im Spreewald war es üblich, nach Ostern das sogenannte Kleine Ostern zu begehen. Es gehörte einst zum Patenbrauchtum.
Peter Becker, 24.04.26
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