Raddusch zeigte Flagge

Am Brandenburgtag auf der Grünen Woche in den Messehallen am Berliner Funkturm erhielt die Spreewaldgemeinde Raddusch aus den Händen des Beerfelder Ortsvorstehers Horst Willig den Staffelstab überreicht. Beerfelde war 2016 Ausrichter des Brandenburger Dorf- und Erntefestes. Damit ist der zur Stadt Vetschau gehörende Ortsteil nun beauftragt, das am 9. und 10. September 2017 vorzubereiten und durchzuführen. Anlässlich der Übergabe präsentierten sich die Radduscher mit einem bunten Bühnenprogramm und einem Info-Stand über den Ort.

Am Brandenburgtag auf der Grünen Woche war Raddusch mit fast 60 Teilnehmern auf und an der Bühne präsent. Im Mittelpunkt standen die Staffelübergabe anlässlich des Brandenburger Dorf- und Erntefestes, Darbietungen des Radduscher Heimat- und Trachtenvereins und die Vorstellung touristischer Projekte.

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In den frühen Morgenstunden machten sich die Radduscher und Vetschauer durch den montäglichen Berufsverkehr auf zu den Messehallen am Berliner Funkturm. Alles ging gut, alle kamen pünktlich an und waren sogleich mitten drin in den hektischen Vorbereitungen. Gleich neben der Bühne hatte der Radduscher Tourismusverein seinen Stand. Viele der im Verein organisierten Leistungsträger nutzten die Gelegenheit, sich mit Flyern und anderen Printprodukten vorzustellen. Unmittelbar nach der Eröffnung durch den Brandenburger Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger setzte reger Besucherverkehr ein. Melanie Mutschke, Sylvia Becker, Matthias Mutschke und Matthias Nevoigt kamen mit den Besuchern ins Gespräch, gaben ihnen Flyer mit und ließen sie die von Lieselotte Ast eingelegten Gurken schmecken. Auf der Bühne nebenan übernahmen der Vetschauer Bürgermeister Bengt Kanzler und der Radduscher Ortsvorsteher Ulrich Lagemann den Staffelstab für das Brandenburger Dorf- und Erntefest. Ortsvorsteher Horst Wittig aus Beerfelde, der letzten Ausrichter des Festes, wünschte viel Glück und kündigte das Kommen seiner Macher und Akteure nach Raddusch an: „Der Bus ist schon bestellt, diesmal wollen wir die Zuschauer sein und gemeinsam mit den Radduschern feiern!“ Bengt Kanzler nach der Übernahme: „Jetzt geht es richtig los, jetzt müssen wir Nägel einschlagen und Verträge festzurren!“ Die Stadt mit der Regionalen Entwicklungsgruppe unter der Leitung von Franziska Riemann hält die Fäden zusammen und koordiniert das Fest. Inzwischen haben sich Arbeitsgruppen gebildet, die Aufgaben sind verteilt und erste Programmeckpunkte stehen fest. Bengt Kanzler: „Ein ganz wichtiger Punkt ist der Bahnhalt wenigstens an diesem Wochenende, am 8. und 9. September, am liebsten natürlich als Dauerlösung. Hier ist das Land in der Pflicht und wir erwarten hier unkomplizierte Lösungen!“ Anders als bei anderen Ausrichter des Landesfestes wird es in Raddusch einen Kahnkorso geben. Von 40 angemeldeten Bildern ist inzwischen schon die Rede! Ein Shuttleverkehr zur Slawenburg und zur Buschmühle wird ebenfalls stattfinden, unterstützt von Kremserrundfahrten.

Inzwischen lief auf der Bühne unter Moderation von Antenne Brandenburg das Radduscher  Vorstellungsprogramm. Der Heimat- und Trachtenverein zeigte Tänze, die Vereinsvorsitzende Stephanie Buchan und Ortschronist Manfred Kliche erläuterten die Besonderheiten der Radduscher Tracht. Nach den Radduschern präsentierte sich der Vetschauer TYCA-Förderverein mit wendischen Liedern und Tänzen. Aus Koßwig kam Hans-Otto Netzeband und mit ihm die Funkenmariechen. Sie erhielten ebenfalls großen Beifall für ihre feurigen Darbietungen. Zwischendurch gab es Interviews mit den Radduscher Organisatoren. Anja Bodschwinna stellte die Slawenburg und deren Angebote vor. Matthias Nevoigt vom Kunstverein nutzte die Gelegenheit, schon mal auf das „kleine Dorffest“ hinzuweisen. Wenn am 8. Juli die Aquamediale im Hafen Station macht, besteht schon eine erste Gelegenheit, das Spreewalddorf Raddusch kennenzulernen. Zahlreiche Künstler werden ihr Schaffen vorstellen, der Vetschauer Musikverein tritt auf und abends findet eine Theatervorstellung der Bunten Bühne Lübbenau statt.

 

Peb1, 30.01.17

 

 

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Jahrgang 1948, Diplomlehrer, Freier Journalist und Fotograf

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